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Die perfekten Augen für dein Amigurumi – Varianten und Tipps

Amigurumis: verschiedene Typen von Augen

Wenn man anfängt Amigurumis zu häkeln, stößt man auf unterschiedliche Möglichkeiten die Augen des Häkeltiers zu gestalten. Mit der Zeit entwickelt man vielleicht persönliche Vorlieben, jedoch ist es auch wichtig die Bestimmung des Amigurumis zu berücksichtigen.

Ist es zum Beispiel als Kuscheltier für ein Baby oder Kleinkind gedacht, sollte auf kleine Teile wie Sicherheitsaugen und Nasen sowie aufgeklebte oder gestickte Perlen besser verzichtet werden: diese könnten sich lösen und verschluckt werden – es droht Erstickungsgefahr! In diesem Fall ist es besser das Gesicht des Amigurumis komplett aufzusticken. Dies erfordert u.U. ein wenig Übung, ist aber letztlich kein Hexenwerk und bietet am Ende sogar mehr Varianten und individuelle Ausdrücke für das jeweilige Gesicht.


Sicherheitsaugen (und -nasen)

Die vermutlich am häufigsten verwendeten Augen für Amigurumis sind Sicherheitsaugen. Diese bestehen aus einer Halbkugel mit einem Stift auf der Rückseite, welcher ins Innere gedrückt und dort mit einem Verschluss gesichert wird. Dies kann je nach Größe der Augen recht schwierig und kraftaufwändig werden – jedoch sitzt das Auge dann auch umso fester. Es gibt jedoch sogenannte Montage- oder Steckhilfen, die das Ganze etwas erleichtern. Ich benutze z.B. eine Metallscheibe mit einer passenden Öffnung in der Mitte, mit deren Hilfe der Verschluss auf den Stift gedrückt wird. Idealerweise verwendet man zusätzlich eine rutschfeste Unterlage, damit das Auge beim Zudrücken nicht seitlich wegrutscht.

Sicherheitsaugen für Amigurumis

Ein kleiner Nachteil ist, dass die Augen bereits vor dem Ausstopfen angebracht werden müssen, daher benötigt es man entweder etwas Erfahrung und Vorstellungskraft oder genaue Angaben über die richtige Position.

Analog zu den Augen gibt es auch noch Sicherheitsnasen in verschiedenen Formen und Farben, die nach dem selben Prinzip funktionieren.

Halbperlen, Wackelaugen und Cabochons

Eine recht flexible Variante zur Gesichtsgestaltung sind Halbperlen, flache Wackelaugen und Cabochons. Da alle Varianten mittels eines passenden Klebers aufgebracht werden, kann man sie unabhängig von der Struktur des Untergrunds positionieren. Als Klebstoff eignet sich Bastel- oder Schmucksteinkleber – wichtig ist nur, dass er sowohl auf Kunststoff als auch auf Textil haftet. Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand: aufgeklebte Elemente können sich lösen, sind nur eingeschränkt waschbar (Hinweise auf dem Klebstoff beachten) und daher eher für rein dekorative Amigurumis zu empfehlen.

Gestickt und gehäkelt

Selbstgemacht ist oft am Schönsten – das gilt meiner Meinung nach auch für die Gesichter von Amigurumis. Es erfordert zwar ein wenig Übung, aber während fertige Augen immer gleich aussehen, so kann man beim Aufsticken und -nähen seine eigene Note einbringen. Beliebt sind beim Aufsticken geschlossene Augen, die mit Wimpern verziert sehr reizend aussehen können. Wer offene Augen bevorzugt, der kann als Augenweiß einen gehäkelten Kreis verwenden, diesen aufnähen und die Pupille dann mit (Stick-)Garn aufnähen.

Neben der Individualität ist der große Vorteil, dass diese Variante auch für Spielzeug geeignet und ohne Probleme waschbar ist, da sich bei ordentlicher Verarbeitung nichts lösen kann.

Augen aus Bastelfilz

Eine weitere Möglichkeit – insbesondere bei großen Augen mit viel Augenweiß – ist die Verwendung von Bastelfilz. Hierbei werden die gewünschten Formen aus dem Filz ausgeschnitten und dann auf das Amigurumi geklebt oder aufgenäht. Die Pupillen können dann entweder ebenfalls aus Filz bestehen, mit Garn aufgestickt oder als Halbperlen aufgeklebt werden. Dies ist eine Variante, die aufgrund ihrer Möglichkeiten die bereits genannten Vor- und Nachteile vereint. Bei Verzicht auf Halbperlen und Kleber kann Filz jedoch eine gute Alternative zum reinen Aufsticken darstellen.

Glasaugen mit Ösen

Für Amigurumis eher selten zum Einsatz kommen Glasaugen mit Ösen, diese finden eher bei Sammelteddies Verwendung. Durch die Ösen auf der Rückseite der Augen werden Fäden gezogen und diese mittels einer speziellen Nadel durch den Kopf gestochen. Durch Zug an den Fäden verschwinden die Ösen der Augen dann im Inneren und halten die Augen fest am Kopf.


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